Facebook - Gender Mainstreaming - Pfarre Parsch in der Stadt Salzburg

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Die Abschaffung von Mann und Frau oder das Ende der Vernunft.

Hinter dem Rücken der Menschen findet eine Kulturrevolution von oben nach unten statt, die von Machteliten ausgeht und von Minderheiten vorangetrieben wird – „Gender Mainstreaming“.

 

Am  27. März 2014 sprach die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby  in der Pfarre Parsch über die Entstehungsgeschichte dieser Ideologie, ausgehend von der französischen Revolution bis in internationale Organisationen wie EU oder UN.  Die neue „Gender-Ideologie“ ist in Politik und Universität etabliert, aber sie arbeitet im Verborgenen. Daher ist es erklärbar, dass die gesamte Gesellschaft „gegendert“ wird,  ohne den Begriff zu kennen.

 

Vor der kulturrevolutionären Vereinnahmung  war „gender“ ein unschuldig grammatikalischer Ausdruck für sächlich, männlich oder weiblich.  Dieser Begriff  wurde eingeführt,  um durch politischen Kampf die Geschlechterpolarität zu „dekonstruieren“.  Dies sollte, so Kuby, zum „Mainstream“ werden, zum nicht hinterfragten Zeitgeist.

 

Nach der Chefideologin der Gender-Theorie,  Judith Butler,  gebe  es keine Männer und Frauen,  weil das Geschlecht eine Phantasie sei, beziehungsweise ein Verhalten, dass sich jederzeit ändern könne. Daraus resultiert  der heutzutage verwendete Ausdruck  „sexuelle Orientierung“.  Im Namen dieser neuen „Freiheit“ wurden somit neue „Rechte“ proklamiert, um die kulturellen und religiösen Traditionen zu untergraben.  Die Menschen sollen von der „Zwangsheterosexualität“ befreit werden. Glaubensinhalte, Moral und Recht haben somit ausgedient. Auch die Sprache wurde geändert: so gebe es neue „Un-wörter“:  Tugend,  Moral, Perversion,  Unzucht, Sünde. Der Begriff „Toleranz“ wird verwendet, um Menschen mundtot zu machen.

 

Was bedeutet dies - fragte sich Kuby –um zu antworten:  der Mensch löst sich von allen Bindungen, erklärt das Gute zum Bösen und das Böse zum Guten. Er befindet sich nun in der neuen Weltordnung der Sexualität.

 

Im Kampf um diese neue Weltordnung sind Ehe und  Familie das größte Hindernis.  Einer kleinen Minderheit ist es gelungen, ihre Interessen zum Thema des Kulturkampfes zu machen.  Neue Wörter wie „Homophobie“ wurden kreiert.  Diese sollen dazu dienen, Menschen zu diffamieren, die Einwände gegen Homosexualität und die Aufhebung der Sexualnormen haben. Dabei erwecke die mediale Propaganda den Anschein, als sei das „Menschenrecht“ auf Homo-Ehe bereits status quo.

 

Der Umgang mit Sexualität sei eine Frage der Ethik, sagte Kuby. Umerzieherische Maßnahmen werden in Kindergärten und Schulen implementiert.  Diese „Maßnahmen“ bedeuten die Sexualisierung der Kinder vom Kindergarten an. Vor allem soll die Scham gebrochen werden. Unter dem Vorwand, Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen, werden sie über diverse Verhütungstechniken  aufgeklärt.

 

Doch es gebe auch Hoffnung, erklärte Gabriele Kuby.  So existiert in Frankreich eine breite Protestwelle, „manif pour tous“, die regelmäßig mit bis zu zwei Millionen Menschen auf die Straße gehe, um für die traditionelle Familie zu kämpfen. Auch Baden-Württemberg sei auf diesen Zug aufgesprungen, um für Elternrechte und gegen den rot-grünen Bildungsplan zu kämpfen.  Seit dem 1. Dezember 2013 gebe es zahlreiche bischöfliche Erklärungen aus der Schweiz, der Slowakei, aus Polen und Oberitalien gegen den Genderismus.  Frau Kuby betonte, dass  es heute zivilen Ungehorsam und viel Mut brauche, um gegen „gender-mainstream“ aufzutreten. Trotzdem solle man sich nicht scheuen, in Schulen für die Kinder einzutreten oder hinsichtlich der EU-Wahlen Briefe an die Abgeordneten oder Leserbriefe an Zeitungen zu schreiben.

 

Eva Salm

 

Das Buch zum Vortrag:

Gabriele Kuby:  Die globale sexuelle Revolution, fe-Medienverlag,  2012 Kißlegg

ISBN 978-3-86357-032-3