Facebook - Einweihung der Induktionsschleife - Pfarre Parsch in der Stadt Salzburg

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Am Sonntag dem 22.1.2012 fand im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes die Segnung der kürzlich installierten Induktionsschleife statt. Was diese Anlage für Menschen mit Hörbehinderungen bedeutet schilderte die Betroffene,  Frau Dr. Gertraud Czermak in einem Zwiegespräch mit P. Hermann.

 

Sie teilte uns eindrucksvoll mit, wie gut es tut wieder zu einer Gemeinschaft dazugehören, einen Sonntagsgottesdienst mitverfolgen zu können und sie bedankte sich für diese Initiative. Der gut besuchte Gottesdienst wurde feierlich umrahmt vom Chor von St. Johann am Walde, der Gemeinde, aus der der heurige Weihnachtsbaum in der Kirche stammt.

 

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Im Vorfeld dieses Gottesdienstes fand im Rahmen des katholischen Bildungswerkes am 12.1. im Pfarrsaal ein Vortrag von Dr. Czermak statt mit dem Thema „Schwerhörig und trotzdem dazugehören“. Es wurden auch Merkzettel verteilt, mit Tipps wie Kommunikation mit hörbeeinträchtigten Menschen besser gelingen kann, Hörende und Schlechthörende können dazu einen Beitrag leisten.Czermak-Schwerhoerig

Damit Kommunikation gelingt – Tipps von Frau Dr. Czermak:

 

Betroffene:

  • Verstecken Sie Ihre Hörgeräte nicht
  • Sagen Sie nicht: „Entschuldigung, ich höre ein bisschen schlecht“.
    Der Guthörende weiß deshalb noch lange nicht, wie er sich verhalten soll.
  • Täuschen Sie kein Verstehen vor.
    Ersuchen Sie rechtzeitig um Wiederholungen.
  • Eine Hörbeeinträchtigung ist kein Grund sich zu schämen -
    Sagen Sie was Sie brauchen um verstehen zu können.
  • Bringen Sie sich ein

 

 

Gut Hörende:

  • Sprechen Sie deutlich (nicht übertrieben) und nicht zu schnell.
  • Der optimale Abstand zwischen den Personen ist 1.5 bis 2 Meter.
  • Schreien Sie nicht.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Mund und Ihr Gesicht im Licht sind.
  • Machen Sie klare Sätze.
  • Sie müssen wissen, dass Schwerhörige in verschiedenen Situationen unterschiedlich gut verstehen. Apparate heben die Beeinträchtigung nicht auf. Besonders schwierig für Betroffene ist das Gespräch in einer Runde und bei Hintergrundgeräuschen.
  • Bevor Sie einen Schwerhörigen ansprechen, versuchen Sie seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

 

 

Die Planung der Induktionsschleife sowie die  Gestaltung des Rahmenprogramms ist in einer Kooperation zwischen der Pfarre, dem AK barrierefreies Parsch des Stadtteilvereins sowie des Behindertenreferates  der Erzdiözese entstanden und signalisiert -  zusammen mit der neuen Behindertenrampe und der Gründung einer Selbsthilfegruppe durch Frau Dr. Czermak  -  eine herzliche Einladung an Menschen mit Beeinträchtigten.

 

Mögen die Fürbitte im Gottesdienst „Lass uns nicht nur mit den Ohren sondern auch mit dem Herzen gut hören" in Erfüllung gehen.

 

Czermak_Ambo

 

 

Test Induktionsschleife –

Erfahrungsbericht von Frau Dr. Czermak:

 

„Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr ich mich darüber freue, dass es nun in der Pfarrkirche eine Induktionsschleife gibt. Ich selbst bin hochgradig schwerhörig. Ich habe die Anlage ausprobiert, sie funktioniert!

 

Ich konnte ohne Anstrengung dem Wort folgen ohne stets die Lücken dessen, was ich nicht verstanden habe, in der Phantasie ergänzen zu müssen und ohne Angst zu haben, die vor mir sitzende Person könnte durch eine Kopfbewegung den Mund des Sprechers verdecken.

 

Seit Jahrzehnten hatte ich wieder das Gefühl dazuzugehören. Dafür bedanke ich mich herzlich und jetzt schon im Namen von allen Betroffenen, die sich in Zukunft darüber freuen werden.

 

Davon profitieren werden alle, deren Apparate mit einer T- Spule ausgestattet sind.

Die Schilder an den Seiten der Bänke zeigen an, welche Reihen von der Schleife erfasst sind.“

 

 

Wer kann die Induktionsschleife nutzen?

 

Nahezu alle Hörapparate hinter dem Ohr sind seit 2006 mit einer T - Spule * ausgestattet. Oft muss das Programm aktiviert werden (kostenlos!), manchmal ist eine Umschaltmöglichkeit vorhanden. Bitte kontaktieren Sie – auch bei älteren Hinter-dem-Ohr Geräten - Ihre Hörakkustikerin / Ihren Hörakkustiker.

 

* T(elekommunikations) - Spule) kann auch das Telefonieren am Festnetz erleichtern!

 

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