Facebook - Fahrt ins Mattigtal mit dem kath. Bildungswerk Salzburg Parsch - Pfarre Parsch in der Stadt Salzburg

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Wieder einmal wurde eine Bildungsfahrt vom katholischen Bildungswerk Parsch angeboten unter dem Motto "Frühlingsfahrt ins Mattigtal".

Nachdem wir uns am 11. Mai 2010 um 8.00 Uhr am Bus vor der Pfarrkirche eingefunden hatten und die Teilnehmerzahl komplett war, sprach P. Hermann ein Gebet und erbat den Segen Gottes für die Fahrt und so konnte es losgehen.

Frau Gerti Fischer begrüßte uns alle und gab ihrer Freude Ausdruck über die geistliche Begleitung in den Personen von P. Hermann und P.Willi und dass drei Schwestern vom Albertus Magnus Haus, Sr. Bernardis, Sr.Gonzaga und Sr. Kunigunde, dabei waren.

Dann ergriff Dr. Gürtler das Wort und machte uns mit der Gegend bekannt, durch die wir fuhren- es war das Innviertel- und er bereitete uns auf unser erstes Ziel vor. Es ging zunächst durch den Salzburger Flachgau über Sraßwalchen- dem im Innviertel gelegenen Mattighofen entgegen.

Nach kurzer Zeit wurde der Schwemmbach unser Begleiter. Er mündet bei Uttendorf in die Mattig, diese wiederum bei Braunau in den Inn.


So kamen wir gegen 9.30 Uhr in St. Georgen an der Mattig an. Hier feierten wir um 10.00 Uhr die hl. Messe. Der Hauptzelebrant P.Willi ging in seiner Ansprache auf das Martyrium des hl. Sebastian ein, dem ein Seitenaltar geweiht ist. Sebastian verkörpert die Standhaftigkeit. P.Willi nannte drei Punkte dazu die es zu beherzigen gilt: Entscheidung für Christus, Entscheidung für das Gute, Schöne und Wahre und die Entscheidung für den Menschen. Anschließend gab uns der ehemalige Bürgermeister-13 Jahre war er es und 13 Jahre Vizebürgermeister- interessante Informationen über die Kirche. Sie wurde zwischen 1450 und 1500 im Baustil der Gotik erbaut. Pest, Angst und Not herrschten zur damaligen Zeit. Aus dem Jahre 1836 stammt die Orgel. Über dem Bild des hl. Sebastian ist der hl. Nikolaus dargestellt. Der andere Seitenaltar stellt den hl. Martin dar, wie er seinen Mantel teilt. Dazu sagte uns Frau Dr. Swoboda, dass die eine Hälfte des Mantels dem Staat gehörte und der hl. Martin darüber nicht verfügen durfte. Somit konnte er nur die Hälfte des Mantels, die ihm gehörte, dem Bettler geben. Das war eine Information , über die wir staunten und die noch niemand gehört hatte.

Frau Dr. Leopoldine Swoboda übernahm nun die kunsthistorische Führung durch alle Kirchen, die wir besichtigten und erklärte alles in anschaulicher, verständlicher und einprägsamer Weise.

Der Herr Altbürgermeister erzählte uns noch, dass alle fünf Jahre ein Georgiritt stattfindet. Der Ort St. Georgen teilt sich in drei Teile : rechts befindet sich der Semmelberg, links der Hartberg und der Hauptort ist in der Mitte.

Nun fuhren wir nach Mauerkirchen, wo wir in der Hl. Geist Spitalskirche den Akanthusstuck bewunderten und die Fresken von Maler Johann Georg Reischl. Wir waren erstaunt, dass sich hinter der schlichten Fassade ein derartiges Schmuckkästchen verbirgt.


Im Braugasthof Vitzthum in Uttendorf nahmen wir unser Mittagessen ein.


Danach führte der Weg um 13.45 Uhr nach Helpfau, in die Wallfahrtskirche zum hl. Florian.

Hier beeindruckte besonders der Hochaltar mit der Darstellung dieses Heiligen, der fast aus dem Altar heraus zu treten scheint. Seit dem Jahre 2004 gibt es in der Wallfahrtskirche auch Reliquien des hl. Florian. Beeindruckend ist auch ein großes Wandbild des hl. Christophorus. Neben der Orgel sind die beiden Schutzheiligen gegen Brandgefahr dargestellt: St. Agatha und St. Florian. Große Votivkerzen zeugen von einer regen Teilnahme an Wallfahrten. Ein Schmuckstück stellt auch die Tür zur Sakristei dar. Der Friedhof um die Kirche diente ursprünglich als Begräbnisstätte für die an der Pest Verstorbenen. Nach dem zweiten Weltkrieg erhielt der Friedhof eine neue Funktion. 1945 wurde im Raum Uttendorf - Mauerkirchen die 6. Deutsche Armee aufgelöst. Die in den Lagerlazaretten verstorbenen Soldaten wurden nun im alten Friedhof von St. Florian bestattet. Auch russische Kriegsgefangene fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Unser nächstes Ziel war Burgkirchen. Hier imponiert besonders der in schwarz und gold gehaltene Hochaltar - ein Werk von Martin Zürn. Auch das Deckengewölbe ist großartig gestaltet, in feinen Farben gehalten zählt es zu den schönsten Stuckwerken Johann Michael Vierthalers im Innviertel. Dazu kommen noch die Deckenbilder und das Hochaltarbild von Johann Nepomuk della Croce.

Zuletzt steuerten wir Schalchen an. Hier besichtigten wir in der Pfarrkirche des hl. Jakobus d. Ä. den großartigen Akanthusstuck am Deckengewölbe, den Hochaltar mit dem h. Jakobus, daneben den hl. Josef und den hl. Antonius von Padua. Über dem hl. Jakobus am Hochaltar ist die Krönung Mariens dargestellt und darüber ist noch der hl. Isidor zu sehen.

Die Künstler deren Werke wir auf unserer Fahrt betrachten konnten waren in St. Georgen Martin und Michael Zürn, die die Altäre zwischen 1645- 1650 schufen. Die aus der schwäbischen Bildhauerdynastie stammenden Brüder Zürn ließen sich Mitte des 17.Jh.s in Braunau nieder und schufen in der Gegend diesseits und jenseits des Inns bedeutende Kunstwerke.

Wir richteten auch immer wieder unseren Blick nach oben um den Stuck des aus Mauerkirchen stammenden Stuckateurs Johann Michael Vierthalers zu bewundern.

Die großartige Schnitzgruppe der Enthauptung der hl. Barbara ist eine Arbeit von Thomas Schwanthaler (1634-1707) aus der berühmten Rieder Bildhauerfamilie.

Ein gutes Ende unserer Fahrt bildete dann die Kaffee Jause in der Konditorei Neuhofer in Mattsee. Frau Dr. Swoboda hatte dafür einen Spruch bereit : Ki – Ku – Ko :Kirche, Kunst, Konditorei- keine Fahrt ohne diesem letzten Ziel.

So kamen wir glücklich und zufrieden mit vielen neuen Eindrücken und wunderbaren Erlebnissen wieder in Parsch an. Das schöne Wetter trug auch zum guten Gelingen des Tages bei. Vom Wetter her war es der schönste Tag der ganzen Woche.

In der Erinnerung und in einem Dankgebet für all jene, die diesen Tag vorbereitet und gestaltet hatten, schloss ich den Tag ab:

Herr, für all die schönen Werke, die Menschenhand zu Deiner Ehre und zu Deinem Lob geschaffen hat und die ich heute bewundern durfte danke ich Dir.

Segne auch alle, die uns diesen schönen Tag bereitet haben.


Bilder zu unserem Ausflug finden sie HIER

 

Sr. Kunigunde Heuvelmann O P

Albertus Magnus Haus.